Fördertipp zum Kaffee #88: Waldklimafonds

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Mit dem Waldklimafond initiieren und fördern die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) seit 2013 Projekte, die einen Beitrag zur Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel und zur CO2-Minderung leisten.

Der Schutz des Bodens und der Erhalt seiner Funktionen sind eine wesentliche Grundlage für das Waldökosystem und für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Die Waldböden nehmen eine zentrale Rolle im Klimageschehen ein, da sie vom Klimawandel stark beeinflusst werden und gleichzeitig als klimarelevante Senke/Quelle bzw. Speicher fungieren.

Daher soll der Themenbereich „Waldböden im Klimawandel“ stärker im Waldklimafonds berücksichtigt werden. Außerdem sollen Forschungslücken in Hinblick auf Ausmaß und Auswirkungen des Klimawandels auf Bodenfunktionen, Prozesse und Dynamik der organischen Substanz im Boden einschließlich Erhalt und Ausbau der Senkenfunktion geschlossen werden. In diesem Zusammenhang werden insbesondere (Forschungs)Projekte aus folgenden Bereichen gefördert, in denen noch weiterer Bedarf an Forschungs-, Umsetzungs- und Kommunikationsprojekten besteht:

  • Änderungen des Bodenwasser- und Nährstoffhaushaltes durch den Klimawandel hinsichtlich Qualität und Quantität
  • Funktion des Bodens als Standort für Vegetation und Bodenlebewesen im Klimawandel
  • Sicherung der Bodenfunktionen im Klimawandel durch waldbauliche Maßnahmen
  • Erhalt und Ausbau der Senken- und Speicherfunktion der Böden
  • Einfluss des Klimawandels auf Prozesse und Dynamik der organischen Substanz im Boden
  • Funktionelle Bodenbiodiversität
  • Vulnerabilität von Waldböden im Klimawandel
  • Auswirkungen von Witterungsextremen auf die organische Bodensubstanz
  • Auswirkung von klimainduzierten Störungen, wie biotischen Schaderregern oder Windwurf auf Waldböden
  • klimarelevante Spurengasflüsse
  • Auswirkung verschiedener Intensitäten der Waldbewirtschaftung bis hin zur Nicht-Nutzung von Kohlenstoff und Stickstoff im Boden
  • Auswirkung von Wiederaufforstung, Renaturierung und Wiederherstellung von Wäldern auf die Klimaschutzleistung von Waldböden
  • nasse organische Böden, wechselfeuchte Böden oder terrestrische Böden der Hoch- und Mittelgebirge als Hotspots der Klimawirksamkeit

Die Aufzählung ist nicht abschließend. Weitere Aspekte, die für Waldböden relevant sind, können ebenfalls einbezogen werden. Ungeachtet dessen können Projektskizzen zu allen in der Förderrichtlinie Waldklimafonds dargestellten Themenbereichen wie bisher eingereicht werden.

Auf einen Blick:

Antragsfrist:
keine
Zuwendungsempfänger:    
Zuwendungsempfänger können eine natürliche oder eine juristische Person des Privat- oder öffentlichen Rechts, ein nach Bundeswaldgesetz anerkannter forstwirtschaftlicher Zusammenschluss oder eine Personenvereinigung sein, die eine Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland haben; Maßnahmen im Bereich des Kleinprivatwaldes sollen möglichst gemeinschaftlich über einen geeigneten Träger (z.B. forstwirtschaftlicher Zusammenschluss, Körperschaft des öffentlichen Rechts) abgewickelt werden; großräumige, besitzartenübergreifende Vorhaben sollten, soweit möglich und angebracht, Aktivitäten verschiedener Akteure vernetzen und möglichst langfristig tragfähige Perspektiven eröffnen.
Zuwendung: Zuwendung i.d.R. als nichtrückzahlbarer Zuschuss; in den meisten Fällen als Anteilsfinanzierung

Diese und weitere Informationen sowie die entsprechende Förderleitlinie finden Sie auf der Seite des Waldklimafonds. Alle Fördertipps sind auch als Download verfügbar.

Gerne unterstütze auch ich Sie im Rahmen des Regionalmanagements bei der Antragstellung.

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