Fördertipp zum Kaffee #111: Zukunftsräume Niedersachsen

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Mittel- und Grundzentren übernehmen wichtige Versorgungsfunktionen für ihr Umland, etwa in den Bereichen medizinische Versorgung, Einzelhandel oder auch Kultur. Sie fungieren somit als wesentliche Motoren der regionalen Entwicklung. Ziel des Förderprogramms „Zukunftsräume Niedersachsen“ ist die Vernetzung von Orten, um Ideen zu entwickeln, wie Mittel- und Grundzentren in ländlichen Räumen ihre Attraktivität und Lebendigkeit erhalten oder steigern können. Das Land Niedersachsen gewährt als Fördermittelgeber für 2019/2020 Zuwendungen in Höhe von insgesamt fünf Mio. Euro.

Wer wird gefördert?

Das Programm richtet sich an Niedersächsische Klein- und Mittelstädte, Gemeinden und Samtgemeinden in ländlichen Räumen ab 10.000 Einwohner*innen, in denen ein Grund- oder Mittelzentrum festgelegt ist. Kooperationsanträge sind ebenfalls möglich und können über eine federführende Kommune eingereicht werden.

Wie können Kommunen Teil des Programms werden?

Kommunen können über ein zweistufiges Verfahren Fördermittel beantragen. In einem ersten Schritt werden die Interessensbekundungen und erste Projektideen beim zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung eingereicht. Nach Aufnahme in das Programm werden die Ideen zu einem ausführlichen Projektantrag weiterentwickelt und spätestens zum 15. März 2020 eingereicht.

Was wird gefördert?

Zuwendungen erhalten ausschließlich solche Maßnahmen, die über andere Förderprogramme des Landes Niedersachsens nicht förderfähig sind. Gewährt werden die Zuwendungen für die Initiierung stadtregionaler Kooperationen und die Entwicklung von Projekten, die dazu dienen, die Ankerfunktion von Mittel- und Grundzentren für die sie umgebenden ländlichen Räume zu stärken. Dabei werden sowohl konkrete Projekte mit einer Projektlaufzeit von max. drei Jahren als auch Beratungsleistungen für die Ausarbeitung förderfähiger Maßnahmen gefördert. Bei Bedarf können die Kommunen auf einen dem Programm zugeordneten Expertenpool zurückgreifen. Eine Liste der Expertinnen und Experten finden Sie auf der Seite des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung. Insgesamt sind zwölf Beratertage möglich. 

Antragsstichtag:

Interessensbekundungen müssen spätestens vier Wochen vor Antragsstichtag eingereicht sein. Projektanträge sind bis zum 15. März 2020 einzureichen.

Zuwendungsempfänger:

Niedersächsische Klein- und Mittelstädte, Gemeinden und Samtgemeinden in ländlichen Räumen ab 10.000 Einwohner*innen, in denen ein Grund- oder Mittelzentrum festgelegt ist.

Zuwendungshöhe: Die Förderquote liegt bei bis zu 60 %; für Kommunen mit geringer Steuereinnahmekraft bei bis zu 90 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Die Zuschussuntergrenze liegt bei 75.000 EUR, die Zuschussobergrenze bei 300.000 EUR.

Diese und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.

Das Regionalmanagement unterstützt Sie bei Bedarf gerne bei der Antragstellung. Alle Fördertipps sind auch als Download verfügbar.

 

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