Mach’s einfach! Erneuter Infoabend im Unverpackt-Laden

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Nicht nur beim Kochen, auch beim Einkaufen lässt sich ein Beitrag zum Klimaschutz leisten. Während Lebensmittel in herkömmlichen Supermärkten oft stärker verpackt sind als nötig, verzichten verpackungsfreie Läden vollständig auf die (Plastik-)Ummantelung. Wie das in der Praxis aussieht, erfuhren Interessierte auf zwei Infoabenden bei „Tara unverpackt“ in Osnabrück.

Das ILE-Projekt „Mach’s einfach!“ in der Region Hufeisen sensibilisiert mit unterschiedlichen Formaten und Veranstaltungen für den Klimaschutz im Alltag. Am 15. Oktober stand der zweite Besuch im Osnabrücker Unverpackt-Laden „TARA“ im Projektkalender. Der erste fand am 27. Februar statt.

Der Laden am Wittekindsplatz ist seit 2016 in Betrieb und einer von 31 Unverpackt-Läden in Deutschland, die verpackungslose Produkte anbieten. Statt in Plastik, Kartons und Tüten kaufen die Kunden die Ware entweder lose oder füllen sie direkt vor Ort in wiederverwendbare Gefäße ab. Das spart Verpackungen und damit Ressourcen – und leistet einen direkten Beitrag zum Klimaschutz!

IMG 20180227 195225774 komEinschränken müssen sich Konsumenten nicht, denn das Sortiment ist groß: Mehl, Getreide, Früchte, Nüsse, Müsli, Schokolade, Hygieneartikel, Reinigungsmittel und vieles mehr werden heute schon unverpackt verkauft, staunten die Teilnehmerinnen. Neben solch grundlegenden Informationen durfte auch der exemplarische Einkauf nicht fehlen – und der dauert nicht viel länger als im herkömmlichen Supermarkt: Jedes Gefäß wird vor dem Befüllen gewogen, damit das Eigengewicht später vom Warengewicht abgezogen werden kann.

Die wohl wichtigste Erkenntnis des Infoabends aber war eine andere: Jeder Supermarkt bietet neben eingeschweißtem auch loses Gemüse an, verkauft Getränke in Mehrwegflaschen und hat neben Plastiktüten auch Stoffbeutel im Sortiment. Auch ohne Unverpackt-Läden in der Nähe haben Konsumenten immer eine Wahl, einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Hintergrund: Das Projekt „Mach’s einfach! Klimaschutz in der ILE-Region Hufeisen“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Im Rahmen des Projektes bieten die Kommunen Belm, Bissendorf, Georgsmarienhütte, Hagen a.T.W., Hasbergen und Wallenhorst verschiedene Veranstaltungen und Workshops an. Weitere Informationen auch unter www.ilek-hufeisen.de/machseinfach

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