Erste Schritte auf dem Weg zum ILEK „Hufeisen“

Am 23. September fand im LandForum der Katholischen LandvolkHochschule Oesede (KLVHS) die Auftaktveranstaltung zur Erstellung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) statt. Über 80 Bürgerinnen und Bürger aus den Städten und Gemeinden Belm, Bissendorf, Georgsmarienhütte, Hagen a.T.W., Hasbergen und Wallenhorst nahmen an der Infoveranstaltung teil.

Stellvertretend für seine Amtskollegen eröffnete Georgsmarienhüttes Bürgermeister Ansgar Pohlmann die Bürgerversammlung. Er unterstrich, wie wichtig die Aufstellung eines ILEK für die Region ist, denn zukünftig werden nur die Kommunen Zugang zu Fördermitteln der ländlichen Entwicklung haben, die auch ein gemeinsames Entwicklungskonzept vorweisen. Darüber hinaus gilt es, die lokalen Einzelmaßnahmen aufeinander abzustimmen, um so gemeinsame Lösungen für zukünftige Herausforderungen zu finden. Dabei ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger als regionale Experten unabdingbar, da sie das Know-How verschiedenster Themenfelder in den Entwicklungsprozess einbringen.

Im Anschluss gab Uwe-Heinz Bendig vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Weser-Ems – Geschäftsstelle Osnabrück einen Überblick über das Förderinstrument Integrierte Ländliche Entwicklung. Klaus Ludden von der Projektbüro pro-t-in GmbH, die die Erstellung des ILEK im Auftrag der sechs Kommunen begleitet, stellte den Entwicklungsprozess und die Region „Hufeisen“ dar. Dabei zeigte er die bisherigen strategischen Ansätze und Handlungsfelder auf. Im Rahmen der Arbeitsphase konnten die Bürgerinnen und Bürger erste Ideen aus den Themenfeldern Naherholung, Tourismus und Kultur, Siedlungsstruktur, Klima-, Natur- und Hochwasserschutz, (Land-) Wirtschaftsstruktur und Bildung sowie ÖPNV und Verkehrswege bewerten. Die Ergebnisse der Arbeitsphase inklusive der Präsentationen sind online abrufbar.

Der nächste Schritt werden die kommunalen Sitzungen „ILEK vor Ort“ sein. Mit lokalen Interessenvertretern und Multiplikatoren wird über die Stärken und Herausforderungen sowie die Zukunftsaufgaben der jeweiligen Kommune diskutiert. Als Grundlage für diese Runden dienen die Ergebnisse der Bürgerversammlung. Im weiteren Prozess werden die lokalen Sichtweisen in einen regionalen Kontext gestellt, um so eine Entwicklungsstrategie für die Region „Hufeisen“ zu konzipieren.

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